Neuerscheinungen der Woche

Wenn man die Neuerscheinungen der Woche unter einem Begriff zusammen fassen kann, dann ist es „Comeback“. Black Sabbath nach 35 Jahren, Boards of Canada und Boysetsfire nach sieben und Jimmy Eat World nach… naja gut, drei, das zählt nicht so wirklich. Wo sind eigentlich Guns N Roses, wenn man sie wirklich braucht!?

Black Sabbath – 13

Über das Comeback der alten Herren habe ich ja bereits vor fast zwei Wochen geschrieben, das Super Deluxe Boxset ist aber auch echt schick. Jetzt ist das Album endlich raus. Die Rezensionen sind allesamt ziemlich gut, teilweise sogar euphorisch. „Willkommen zu Hause!“ schreibt metal.de. Dem kann ich mich nur anschließen.

Boysetsfire – while a nation sleeps

Für mich das eigentliche Comeback des Jahres! „After the Eulogy“ ist für mich noch immer eins der größten Hardcore-Alben ever. Die Band scheint zu alter Form zurückgefunden zu haben. laut.de schreibt sogar von einem Anwärter auf „das Punkrock-Album des Jahres 2013„, wobei ich mich frage, was die Jungs um Nathan Gray in der Sparte verloren haben. Die limitierte Vinyledition ist übrigens bereits vor dem Release-Tag so gut wie ausverkauft gewesen. Logisch, dass ich mein Exemplar längst geordert hab. Blöd wiederum, dass ich heute auf der Arbeit war und die Platte also erst morgen beim Postamt meines Vertrauens abholen kann. Aber ich sag euch: ick freu mir druff! Und wie…

Boards Of Canada – Tomorrow´s Harvest

Ja verflucht, zur Abwechslung noch so ein Comeback. Und was war das bitte für ein Hype, der die letzten Wochen um diese Band entstanden ist? Seit dem Record Store Day, zu dem die Band eine mysteriöse 12“ veröffentlicht hat, sind sämtliche Musikblogs voll mit Ankündigungen, Soundschnipseln etc. Ich muss zugeben, dass der Name der Band durchaus in meinem Kopf präsent war, ich mich aber nie tiefergehender mit der Mucke beschäftigt habe. Nach dem Hören der ersten Songs werde ich das aber definitiv nachholen!

Jimmy Eat World – Damage

Erst wollte ich auch bei Jimmy Eat World von einem Comeback schreiben, musste aber fest stellen, dass das letzte Album „erst“ drei Jahre her ist. Ein Zeitraum, der einer normalen Schaffensphase gleich kommt. Wie sehr habe ich „Clarity“ damals geliebt. 1999. „Bleed American“ war auch noch ein ziemlich großes Album. Alles was danach kam… nun ja, sagen wir: okay. Das neue Album habe ich erst einmal gehört. Hörte sich ganz gut an, wie eine Zeitreise ins gute alte Emo-Wunderland. Das Album-Cover gefällt mir in jedem Fall ausgesprochen gut! Das auf 100 Exemplare limitierte Deluxe Edition Package (siehe Artikelbild oben) ist übrigens längst ausverkauft.

Beatsteaks – Muffensausen

Der Werdegang der Beatstaks ähnelt in meinen Augen irgendwie jenem von Jimmy Eat World. Alle Alben bis „Living Targets“ habe ich geliebt, „Smack Smash“ war auch noch ziemlich cool… alles danach: nun ja. Muffensausen ist kein neues Album im klassischen Sinne, sondern eine Mischung aus Liveaufnahmen, Dokumentation, Archiv- und Probeaufnahmen. Im Online Shop der Beatsteaks gibts das Album übrigens als besonders tolles Limited Deluxe Vinyl Set: Doppel-Vinyl + Doppel-DVD (5 1/2 Stunden) + Live CD! Für Fans ein Pflichtkauf, würde ich sagen.

Beady Eye – BE

Mögen tue ich Liam Gallagher ja nicht wirklich. Aber allein die Tatsache, dass er sich Dave Sitek als Produzent geangelt hat, rechtfertigt es, dem Album eine faire Chance zu geben. „Flick of the Finger“ gefällt mir schon mal ziemlich gut, auch wenn ich nicht weiß, was Sitek mit Liams Stimme gemacht hat. Die erkennt man nämlich nicht so wirklich wieder. Ob das nun so verkehrt ist, lass ich hier mal dahin gestellt. Wenn ihr die Vinyl direkt im Online Store vorbestellt (VÖ in UK ist erst am Montag) habt ihr die Chance, einen „Money Can´t Buy“-Preis zu gewinnen. Im Angebot diese Woche: ein signiertes und gerahmtes Q Magazine-Cover mit Beady Eye. Das Album-Cover ist in Großbritannien übrigens in die Liste der zensierten Cover aufgenommen worden! Nackte Brust und so…

Capital Cities – In a Tidal Wave of Mystery

Der Name der Band ist mir in den letzten Wochen häufiger über den Weg gelaufen. Die erste Single „Safe and Sound“ ist in dutzenden Blogeinträgen abgefeiert worden. Und im Werbespot eines Telefonanbieters soll sie auch laufen, habe ich gehört. Kann ich nix zu sagen, weil Fernsehen gucke ich eigentlich so gut wie gar nicht. Egal, der Song erinnert mich jedenfalls ziemlich stark an Passion Pit und macht durchaus gute Laune, muss ich ja zugeben. Das Album gibt es im Online Store übrigens in zahlreichen verschiedenen Varianten – bis hin zum Platinum Bundle mit CD, Vinyl, USB-Stick mit 2 EPs und T-Shirt.

Andrew Stockdale – Keep Moving

Ja wie cool, ein neues Album von Wolfmother. Obwohl… nein, stimmt ja gar nicht, ist ein Soloalbum des Sängers. Wo der Unterschied ist, weiß ich auch noch nicht so genau. Was ich merkwürdig finde, ist die Tatsache, dass das neue Album bei einem großen Onlinekaufhaus mit A bereits als CD erhältlich ist, ich das Ding aber nirgends als Vinyl finden kann. Zur Strafe schreibe ich hier nichts weiter zu, hört euch einfach den Stream an, wenn ihr mögt.

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