Amplifire Festival 2026 – 10 Platten, die ihr auf dem Zettel haben solltet

Am Wochenende ist es endlich so weit. In Hamburg steigt zum ersten Mal das Amplifire Festival, das vor allem Fans von Gitarrenmusik auf dem Schirm haben sollten. Denn das Line-Up hat es in sich. An den beiden Festivaltagen am 7.+8. August geben sich 30 Bands auf drei Bühnen die Ehre.

Für mich stellt das Line-Up eines der qualitativ hochwertigsten von Festivals hierzulande dar. Wenn man etwas für Gitarrenmusik von Indie bis Alternative und Punk übrig hat, sollte man sich das Festival im Süden der Hansestadt auf keinen Fall entgehen lassen (hier geht es zur Festival-Playlist). Auch spontan gibt es für das Festival noch Tages- und Wochenendtickets im Onlineshop des Festivals zu erwerben.

Von Biffy Clyro bis Van Holzen: Diese 10 Alben stehen bei mir im Plattenregal

Viele der Bands des Line-Ups habe ich bereits live erleben dürfen. Und nicht nur das: eine Menge Releases der Bands stehen auf Vinyl in meiner Plattensammlung. An dieser Stelle möchte ich euch daher 10 Alben vorstellen, die in meiner Plattensammlung stehen, und die ich euch wärmstens ans Herz legen kann.

Biffy Clyro – The Vertigo Of Bliss

Machen wir den Anfang mit der wohl bekanntesten Band des Lineups. Puzzle ist nach wie vor mein Lieblingsalbum der Band. Das habe ich allerdings nur auf Kassette, da das Album nur einmal zum Record Store Day 2015 auf Vinyl aufgelegt wurde – und ich es damals leider verpasst habe. Daher steht an dieser Stelle das Zweitwerk der Schotten. Nicht weniger brillant und mit Toys Toys Toys Choke, Toys Toys Toys ist darauf mein vermeintlicher Lieblingssong der Band enthalten.

Bad Religion – The Gray Race

Ich weiß noch genau, wie der Punk Rock Song damals in der deutschen Variante auf MTV rauf und runter lief. Und das Album bis zum Erbrechen in meinem CD-Player rotierte (einen Plattenspieler besaß ich damals nicht). Kein Album der Band habe ich so häufig gehört wie dieses. Mit etwas Verspätung landete dann auch irgendwann das Vinyl Reissue in meiner Plattensammlung. Eine absolute Mussplatte für mich!

Fjørt – Demontage

Eigentlich könnten hier alle Scheiben der Band stehen. Tatsächlich steht jede Veröffentlichung der Band als EP oder Album auf Vinyl in meiner Sammlung. Lediglich ein 7″ Release fehlt mir. Anfang des Jahres haben Fjørt mit ‚Belle Époque‘ einen frühen Anwärter auf den Album des Jahres-Titel abgeliefert. Trotzdem habe ich mich hier für das Debüt auf dem wundervollen Label Through Love Records entschieden, das mit einem schicken Siebdruck auf der B-Seite daher kommt.

The Get Up Kids – Four Minute Mile

Das erste Konzert, an das ich mich bewusst erinnern kann, sind The Get Up Kids in meiner Heimatstadt Oldenburg. Damals spielten sie nach dem Release von Four Minute Mile im Alhambra zusammen mit Braid. Das Album ist nach wie vor eines meiner Lieblings-Emo-Alben überhaupt. Eine Hymne jagt die nächste und ich bin immer noch erstaunlich textsicher. Das Reissue habe ich mir damals während eines USA-Trips im legendären Amoeba Music in San Francisco gegönnt.

Pabst – Chlorine

Auch hier fällt mir die Festlegung auf ein Album eher schwer. Für mich sind Pabst eine der besten Bands, die die deutsche Musiklandschaft zu bieten hat. So viele grandiose Indiehymnen wie Shake The Disease oder Ibuprofen gehen auf ihr Konto. Auch live ist die Band immer wieder eine Wucht und müsste eigentlich auf viel größeren Bühnen stehen. Ihr Cover von Kiss Me hat es sogar auf unsere Hochzeits-Playlist geschafft.

HotWax – Hot Shock

Eine der großen Entdeckungen des letzten Jahres. Was für ein grandioes Debütalbum! Der grungige Indierock mit Riot Grrrl-Attitüde hat mich sofort begeistert. Das Konzert im Hamburger Hafenklang war das letzte, ganze zwei Tage vor meiner Hochzeit und eines der coolsten des ganzen Jahres. Ich bin sehr gespannt, wohin der Weg der Band in Zukunft noch so führen wird.

rauchen – Gartenzwerge unter die Erde

Ihr Comeback-Album im letzten Jahr hat es in meine Top-Alben 2026 geschafft. Das nicht minder grandiose Debütalbum war schon ein einziger Fiebertraum von gerade einmal 13 (!) Minuten Länge. Der angepisste Hardcore-Punk mit tollen Texten vorgetragen von Nadines räudiger Stimme – die mich immer wieder an Friends Of Gas erinnert – hat mich 2019 schon richtig vom Hocker gerissen. Eine der wenigen Bands aus dem Line-Up, die ich skandalöserweise noch nicht live gesehen habe.

Turbostaat – Alter Zorn

Eigentlich ist Vormann Leiss mein meist gehörtes und wohl auch liebstes Album der Band. Also genau jenes, das sie beim Amplifire Festival in Gänze performen. Das habe ich aber skandalöserweise nicht auf Platte. Ja, manchmal ist komisch. Letztes Jahr ist die Band mit Alter Zorn in Höchstform zurückgekehrt. Das Album gab es sogar ausnahmsweise mal auf farbigem Vinyl, sonst steht die Band ja hier eher auf schwarz. Logisch, dass die Platte direkt in meine Sammlung gewandert ist. Vormann Leiss folgt dann sicherlich auch bald mal.

High Vis – Blending

Was war das vor vier Jahren für ein Hype um diese Band!? Plötzlich sprach in meiner Bubble gefühlt jeder nur noch über dieses Album. Ich kann mich noch dran erinnern, dass das Lido in Berlin damals aus allen Nähten geplatzt ist. Gefühlt jeder wollte diese Band sehen. Und womit? Mit Recht. Songs wie ‚Trauma Bonds‘ sind auch Jahre später unvergessene Hits. Mein absoluter Tipp für den Festival-Samstag!

Van Holzen – Aus der Ferne

Letztes Jahr war ein verdammt gutes für deutschprachige Musik. Neben den bereits erwähnten Turbostaat und rauchen haben auch Van Holzen ein neues Album veröffentlicht. Und was für eines! Aus der Ferne wird aber vermutlich immer mein liebstes Album der Jungs bleiben. Die düsteren Soundlandschaften und dystopischen Texte wie in Schlafen haben damals in den Nachwehen der Corona-Pandemie voll meinen Nerv getroffen. Und tun das bis heute. Eine sehr unterschätzte Band, wie ich finde.

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