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Interview mit Jan Köpke, Koordinator des Record Store Days im deutschsprachigen Raum

Lange Schlange am Record Store Day
Der offene Brief, den ich am Ostermontag an meinen „geliebten Record Store Day“ verfasst habe, hat unerwartet hohe Wellen geschlagen. Kein Vinyl Fantasy-Artikel ist so oft gelesen, kommentiert und in den verschiedenen Foren und sozialen Netzwerken geteilt worden. Ganz offensichtlich habe ich einen Nerv getroffen. Was liegt da also näher, als den Mann zu Wort kommen zu lassen, der in Deutschland für die Organisation dieses Feiertags für Vinylliebhaber verantwortlich ist. Ich habe mit Jan Köpke, dem Koordinator für den (internationalen) Record Store Day im deutschsprachigen Raum, ein spannendes Gespräch geführt – über Preise, die Rolle der Majors, die Qualität der Releases und die zukünftige Ausrichtung.

„Die Plattenläden sollen einen super Tag feiern, ordentlich verkaufen und auf sich aufmerksam machen“

VFM: Jan, wo liegt in deinen Worten sieben Jahre nach dem ersten Record Store Day und in einer Zeit in der permanent vom Vinyl Boom die Rede ist, die konkrete Absicht und Zielsetzung des Record Store Days?

Es geht beim Record Store Day ja nicht in erster Linie ums Format, sondern um die Spezies der unabhängigen Tonträger-Facheinzelhändler. Und: der Vinylboom ist in Relation zum Gesamtvolumen des Musikmarktes zu sehen. Vinyl ist im Vergleich ein kleines Segment des Marktes, die meisten RSD-Plattenläden machen allerdings den meisten Umsatz eben mit diesem Nischenprodukt. Und die Plattenläden sind halt ganz wichtige Trends und Impulsgeber, vor allem auch für so genannte Meinungsführer innerhalb der Käuferschaft.

VFM: Wie muss ich mir das organisatorisch vorstellen: Gibt es Voraussetzungen für einen Plattenladen für eine Teilnahme am Record Store Day bzw. muss sich dieser irgendwo bewerben?

Ja, es gibt ein paar sehr einfache Regeln, an die man sich als teilnehmender Plattenladen halten muss. Die Einhaltung muss mir der Betreiber des Ladens kurz per E-Mail bestätigen. In den USA gibt es wesentlich weitreichendere, vertragsähnliche Machwerke, so genannte „pledges“. Ich hoffe eigentlich nach wie vor, dass wir hier in Deutschland nicht derart bürokratisch und mit vorauseilenden Drohgebärden bewaffnet um die Ecke kommen müssen. Mal sehen, wie das in Zukunft funktioniert.

VFM: Kannst du konkretisieren, wie diese „einfachen Regeln“ aussehen?

Die Regeln sind im Prinzip relativ simpel. Zunächst einmal muss man einen stationären Plattenladen besitzen. Ein reiner Onlinehandel oder das Lager, das lediglich für den Record Store Day geöffnet wird, reichen nicht aus. Zum zweiten müssen sich die Teilnehmer verpflichten, die Platten nicht vor dem Record Store Day (also jeweils dem dritten Samstag im April) im Laden zu verkaufen. Ein Verkauf darf anschließend nur an Endkonsumenten und nicht etwa an andere Händler statt finden. Der vierte und letzte Punkt ist, dass die Platten nicht im Internet verkauft werden sollen (Anm.: es gibt eine Nachhaltefrist von 2 Wochen, nach der ein Onlineverkauf statt finden darf). All die genannten Punkte müssen mir die Läden bestätigen, und das ist im Grunde alles.

VFM: Wie läuft die Auswahl der Releases ab? Wer entscheidet konkret welche Releases von welchem Label es auf die offizielle Liste schaffen?

Die Vertriebe hierzulande. Oder aber ein Release wird von vorneherein als US-only deklariert – vom US Label, dem Management oder gar dem Künstler. Dann gibt’s die Platte natürlich nicht auf der offiziellen Liste vom Record Store Day.
Man muss aber dazu sagen, dass die international tätigen Labels hier in Deutschland gar keinen Zugriff auf bestimmte Kataloge haben, also in ihrer Entscheidung eingeschränkt sind. Die Labels können problemlos etwas mit hiesigen Bands wie etwa den Beatsteaks oder Fettes Brot machen. Der Rest muss mit den Repertoireignern, also den internationalen Headquarters oder Labels, die eventuell die Rechte gekauft haben, abgestimmt werden. Das kann schnell unübersichtlich werden.

VFM: Du wärst also im Prinzip für eine Stärkung der einheimischen Künstler?

Ich bin definitiv dafür, dass wir mit den hiesigen Künstlern bzw. dem hiesigen Repertoire mehr machen, damit wir die Wahrnehmung der Künstler und Labels hierzulande nach vorne bringen, eben z.B. durch die Einsetzung von Jan Delay als Botschafter. Der deutsche Record Store Day funktioniert nicht als Importservice für ausländische Releases. Außerdem sind die langen Kommunikationswege ein Problem. Im Moment kann ich nicht einfach zu Sony gehen und sagen: „Ich hätte für Deutschland gerne 500 Exemplare mehr von der Ghostbusters 10 Inch!“ Wir sind, was das angeht, ein paar Jahre hinter den USA und UK hinterher, obwohl wir den viertgrößten Musikmarkt der Welt haben.

VFM: Es lässt sich bei einem solchen Event kaum vermeiden, dass es von einigen Käufern Kritik an den Preisen für vereinzelte Releases gibt. Welchen Einfluss habt ihr als Organisatoren des Record Store Days oder du konkret als Koordinator für Deutschland auf die Preispolitik der Labels?

Direkt keinen, ausser dass wir über Preise und Preisbildung sprechen. Aber ganz ehrlich: die Händlerabgabepreise sind nicht das Thema, auch wenn da immer wieder von ganz besonders kundiger Seite drauf rumgeritten wird. Erstens ist doch vollkommen klar, dass bei kleinen Stückzahlen auch die Stückpreise höher sind als normalerweise. Und zweitens: vergegenwärtige Dir bitte mal die Lieferkette(n) einiger Produkte um die halbe Welt. Auch die meisten Plattenläden machen ganz normal ihre Margen und Preise im Normbereich. Es sind eher die eBayer im Nachgang eines Record Store Days, die die wahnsinnigen Preise aufrufen. Dennoch bezahlen die Leute das offenbar.

VFM: Private Käufer sind dabei eine Sache, wie sieht es aber mit Plattenläden aus, die die RSD-Releases für teures Geld im Laden oder gar bei eBay verkaufen?
Fakt ist, dass es bei Schallplatten keine Preisbindung wie z.B. im Buchhandel gibt. Wir können einem Plattenladen also nicht vorschreiben, zu welchem Preis er die Releases verkauft. Letztlich ist es doch auch die Entscheidung des Käufers, ob er dazu bereit ist beispielsweise 50 Euro für eine 7“ zu zahlen.
Ich persönlich denke, dass man zusehen sollte, dass die Läden in erster Linie einen super Record Store Day feiern, ordentlich verkaufen, auf sich aufmerksam machen und (auch neue) Kundschaft bekommen – damit ist der Sinn des Tages vollends erfüllt. Was die dann noch übrig haben, Herrgott sollen sie es doch nach Ablauf der Nachfrist auch online anbieten. Es soll doch keiner auf der Ware sitzen bleiben.

VFM: Es gab im Vorfeld des Record Store Days reichlich Kritik von kleinen Labels, insbesondere in Bezug auf die Auslastung der Presswerke, welche die RSD-Releases der großen Labels bevorzugen würden, z.B. von Kudos, Modern Love oder Tri Angle Records. Was sagst du zu der Kritik, dass der Record Store Day zu einem Feiertag der Major Labels geworden ist?

Aus meiner Wahrnehmung heraus trifft das nicht zu. Was die Kapazitäten der Vinylpresswerke anbelangt, kann ich es nicht bestätigen, dass Indielabels (auch kleinere) ihren Kram nicht gepresst bekommen. Klar, es gibt längere Produktionszeiten, aber darüber wird man als Label ja weit im Vorfeld informiert. Wir, also mit meiner eigentlichen Firma popup-records, jedenfalls von unserem Dienstleister.
Bei uns hier in Deutschland haben die Indievertriebe tatsächlich sogar einen größeren Anteil am Record Store Day als die Majors. Letztlich ist das beste Regularium aber der Markt. Kleine Labels sollen am Record Store Day teilnehmen, sofern sie Releases haben, die attraktiv sind. Ansonsten kann es passieren, dass von Seiten der Plattenläden gesagt wird: „Tut mir leid, die Band kenne ich nicht.“ Der Tag ist für die Plattenläden gedacht, die den „geilen Scheiß“ an Releases kriegen sollen. Wenn das zum Großteil von den Majors stammt, dann ist das eben so. Von den reinen Produktzahlen her spielen die Majors in Deutschland wie gesagt sogar eine kleinere Rolle als die Indies.

„Wenn ich in Richtung 800 oder mehr Releases gehe, leidet irgendwann die Qualität!“

VFM: Ich persönlich muss zugeben, dass ich trotz der kaum überschaubaren Masse an Releases kaum etwas gefunden habe, von dem ich behaupten würde, dass es unbedingt in meine Plattensammlung muss. Wie bist du persönlich mit der Qualität der Releases zufrieden?

Letztlich ist das natürlich Geschmacksache. Aber ich gebe dir vollkommen Recht, dass die Releases in diesem Jahr nicht unbedingt stärker waren. Einige Kunden waren natürlich super happy. Man muss aber einfach wieder mehr Kreativität reinbringen, sonst besteht tatsächlich die Gefahr, dass das Event lahm und unattraktiv wird. Das ist den entscheidenden Leuten aber hoffentlich bewusst.

VFM: Ist die schiere Masse der Releases nicht das hauptsächliche Problem? In einem Artikel auf Wax Poetic wird Mitgründer Carrie Colliton mit den Worten zitiert, dass nächstes Jahr noch mehr Releases erscheinen sollen. Wäre es nicht sinnvoll an dieser Stelle einfach mal ein Stück weit vom Gas zu gehen?

Ich sehe es in der Tat nicht als besonders schlau an, die Releasezahl zu erhöhen und es weiter in diese Richtung zu treiben. Wenn ich in Richtung 800 oder mehr Releases gehe, muss irgendwann die Qualität darunter leiden. Dann wird die Auswahl beliebig, weil man davon ausgehen kann, dass das nicht alles Top-Releases sein werden. Das geht schnell in Richtung Ausverkauf und damit könnte man den Event womöglich zu Tode reiten. Die Strategie dahinter verstehe ich dann selber nicht wirklich, weil sie die Sache zum Kippen bringen kann, so dass der Record Store Day eben nicht mehr als „super sexy“ wahrgenommen wird.

VFM: Wäre eine Beschränkung der Releases also nicht sinnvoll?

Aber wer entscheidet was dann auf die Liste kommt? Ich halte nicht viel davon. Letztlich ist es der Markt, der die Nachfrage regelt. Außerdem muss ich an dieser Stelle dagegen halten, dass kein Laden dazu gezwungen wird, alles vorrätig zu haben. Im Gegenteil, wir raten sogar davon ab. Warum sollte man das auch tun? Man sollte als Laden seine Funktion als Experte für eine bestimmte Art von Musik wahrnehmen, also das bestellen, von dem ich weiß, dass meine (Stamm)Kundschaft es haben will und ich ihr damit etwas Gutes tue.

VFM: Aber besteht nicht die Gefahr, dass vieles liegen bleibt, gerade die Releases von nicht so bekannten Künstlern?

Die Alben werden ja in der Regel auch nach dem Record Store Day weiterhin verkauft. Ich habe die letzten Tage mal nachgefragt: Bei vielen Plattenläden bleibt gar nichts übrig, bei einigen maximal ein Drittel oder ein Viertel – wohlgemerkt zwei Tage nach dem Record Store Day. In einem Jahr wird 95 Prozent davon verkauft sein. Also: Es geht alles weg! Man ist doch als Plattenladenbesitzer der Experte, der selber entscheiden können muss, was sich verkauft und was eben nicht. Wie gesagt wird niemand dazu verpflichtet, alle Releases zu kaufen. Außerdem darf man den Mitnahmeeffekt nicht vergessen. Die großen Umsätze werden ja mit allen Alben gemacht, die dort im Laden stehen.

VFM: Kommen wir zum Thema Exklusivität der Releases am Record Store Day. Die Tatsache, dass das Tocotronic-Album wenige Wochen nach dem Record Store Day günstiger in den Handel kommt, um nur ein Beispiel zu nennen, hat für viel Kritik gesorgt. Kannst du den Ärger nachvollziehen?

Ja, kann ich. Das ist ein echter Kritikpunkt und auch so nicht durchkommuniziert. Hier sollte insbesondere von Seiten der Labels mehr Transparenz geschaffen werden. Ursprünglich bin ich kein Fan solcher Releases und der Meinung, dass sie nach dem Record Store Day auf normalem Weg in den Handel kommen sollten. Wenn man allerdings wie beim Pixies-Release eine extra Single dazu bekommt, ist das wieder in Ordnung. Es muss schlicht ein exklusiver Mehrwert da sein.

VFM: Auf der Webseite des amerikanischen Record Store Days wird in der Liste aufgeführt, ob Alben anschließend normal in den Handel kommen. Warum passiert das auf der deutschen nicht? Das würde den Ärger wie im Falle von Tocotronic mindern, meinst du nicht?

Ja, das wäre eine Idee. Grundsätzlich sollten in meinen Augen aber alle Releases des Record Store Days tatsächlich exklusiv nur an dem Tag erhältlich sein.

VFM: Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, dass Plattenläden ab 2015 für die Teilnahme eine Marketingumlage bezahlen sollen?

Das stimmt. Aber das Finanzierungsmodell ist deutlich komplexer. Und ich bin sehr froh, dass wir es in diesem Jahr zum ersten Mal geschafft haben, den Record Store Day überhaupt zu finanzieren. Ein drittes Jahr in Folge für die „Ehre“ und die gute Sache – tut mir leid, dass haut nicht hin und meine Angestellten haben auch ein Anrecht auf ihr monatliches Salär. Und das noch dazu: das Gros zahlen immer noch die Plattenfirmen. Das, was die Läden bisher als Marketingumlage beisteuern, ist da wirklich nur ein relativ kleiner Posten, der noch nicht mal die Realisierung der Shop-Deko Sachen deckt.

VFM: Zum Abschluss eine etwas allgemeinere Frage: Es ist immer wieder davon die Rede, dass Streaming und Downloads die Musikindustrie in den kommenden Jahren dominieren werden. Bleibt da überhaupt noch Platz für physische Datenträger und daraus folgend eine altehrwürdige Institution wie den Plattenladen?

Ja. Ich sehe da keinen Widerspruch. Für mich ist es relativ wahrscheinlich, dass Musik mittelfristig genauso konsumiert wird: Über Streaming als quasi ubiquitäres Medium kann man mit ganz viel Musik überhaupt erstmal in Kontakt kommen. Der Kauf einer Vinylschallplatte ist dann das, was die besondere Wertschätzung ausdruckt: auf Konsumentenseite, sich so ein feines, hochwertiges Ding hinzustellen, aber auch auf Künstlerseite, dem Fan etwas Besonderes und Wertiges anzubieten. Das bleibt glaube ich auf längere Zeit wichtig. Und das ist das Entscheidende, sagte mir auch Jan Delay: Der derzeitige Vinylboom ist kein künstlich herbeigeführter Trend, sondern aus sich selbst heraus entstanden.

Vermutlich hätte ich mich noch stundenlang mit Jan Köpke unterhalten können. Vielleicht gerade weil wir nicht unbedingt in allen Punkten einer Meinung sind. Irgendwann muss dann aber auch einfach mal Schluß sein. Wer sich noch weiter mit Argumenten pro und contra Record Store Day und mit dessen Zukunftsaussichten beschäftigen möchte, dem lege ich den bereits erwähnten Beitrag auf „Wax Poetic – Vinyl Fanatics Unite!“ ans Herz.

Zur Person Jan Köpke:

Neben seiner Rolle als Record Store Day-Koordinator ist Jan Köpke Inhaber und Geschäftsführer von popup-records. Für den Record Store Day geht seinen Schätzungen zufolge momentan ein gutes halbes Jahr an Arbeitszeit drauf – Tendenz deutlich steigend. „Es wird nicht weniger Arbeit und es kommt ab diesem Jahr ja auch noch der Black Friday im November dazu. Aber ich kann das sowieso nicht alleine stemmen, in der heißen Phase und in der direkten Vor- und Nachbereitung sind mindestens noch drei weitere Leute aus unserem Team voll eingebunden.“ Insgesamt besteht sein Team aus sechs Leuten in Vollzeit, zur RSD-Hochphase dann auch mal mit einer zusätzlichen Praktikumsstelle verstärkt.

Carsten Thoben (303 Beiträge)

Gründer und Betreiber des Vinyl Fantasy Mag | leidenschaftlicher Plattensammler | leidgeplagter HSV-Fan | Online & Social Media Junkie


11 Kommentare

  1. Sorry, aber das Interview ist mir viel zu unkritisch – sonderlich viel kommt dabei nicht dabei rum. Hätte man nicht mal zentrale Fragen diskutieren können? Zum Beispiel warum die Releases so teuer sind?

    Die kurze Begründung, dass die Auflagen kleiner sind als normalerweise und dass sie um die halbe Welt geschickt werden müssen, lasse ich absolut nicht gelten. Für einzelne Tonträger mag das mit der Auflage stimmen, in vielen Fällen ist die Auflage aber alles andere als gering. Und dass die Tonträger um die halbe Welt geschickt werden ist auch Standard beim Vinylhandel. An den beiden Gründen kann es mit den Preisen nicht liegen.

    Nehmen wir die Tocotronic als Beispiel, die auf dem Hamburger Label Buback in ganz normaler Auflage erschienen ist – trotzdem kostet sie 5-10 EUR mehr.

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    • Vielen dank für deine Anmerkungen. Ich habe schon versucht, die Dinge möglichst kritisch zu hinterfragen, aber in bestimmten Bereichen sind den Verantwortlichen des Record Store Day dann auch einfach die Hände gebunden.
      Du hast das Beispiel Preise und Tocotronic angesprochen. In diesem Fall ist es schlicht die Entscheidung von Buback, das Album zum RSD teurer rauszubringen, einfach weil sie wissen, dass die Leute es bezahlen. Da regiert dann beim Indielabel offensichtlich genau so die Aussicht auf das schnelle Geld wie beim Major. Genau aus diesem Grund wäre es ja sinnvoll jene Alben, die später regulär in den Handel kommen, zu kennzeichnen. Oder eben ganz auf Exklusivität zu setzen,

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      • Na ich glaub ja eher, dass die Macher des RSDs an jeder Veröffentlichung ein paar EUR mitverdienen. Ähnlich wie ein Vertrieb, nur dass beim RSD eben noch ein Faktor mehr dazwischen ist. Aber ob es so ist, weiß ich nicht.

        Und wegen der Tocotronic-Geschichte, da würde mich mal ein Statement der Band und des Labels interessieren. Ich mag beide zu sehe, als dass ich glaube, dass die ihre Fans übers Ohr hauen wollen.

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        • Alles klar. Ich werde mal versuchen, ein Statement von Band und/oder Label zu der Sache zu bekommen :-)

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    • Ich hatte Herrn Köpke die letzten drei Jahre angeschrieben und auch jedes mal eine Antwort erhalten. Genutzt hats trotzdem nichts. Vielleicht ja dann im nächsten Jahr.

      Ansonsten, vielen Dank für das Interview. Auch an Herrn Köpke. Klar waren da einige Sachen die tiefer hätten gehen können und auch die Problematik dass die Releases so teuer sind weil sie um die halbe Welt gehen hat mir schon etwas das grinsen ins Gesicht getrieben. Aber dass er sich als Deutschlandverantwortlicher auch mal kritisch gegenüber einigen Sachen äußert fand ich zumindest ganz nett.

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  2. Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, dass Plattenläden ab 2015 für die Teilnahme eine Marketingumlage bezahlen sollen?

    Das stimmt!

    wie jetzt?

    was heisst das eigentlich?

    auch noch mal gelesen das ganze interview und letztendlich muss auch ich gestehen (siehe auch FB = mein Kommentar)…….nicht wirklich fesselnd.
    ne.
    eher schwammig.
    leider.

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  3. Sehr schönes Interview und besten Dank dafür. Für mich ist schon klar, dass ein Verantwortlicher des RSD Germany nicht zu kritischen Punkten Stellung nehmen kann/darf. Auch wenn er es an manchen Stellen ja auch schon angedeutet hat. Dass die Leute, die dafür tätig sind, auch entlohnt werden wollen, leuchtet ein. Nur müsste auch transparent dargelegt werden, wer am Ende woran verdient. Viel spannender finde ich die Frage, warum man ausgerechnet Jan Delay als Botschafter ausgewählt hat. Wonach geschieht das eigentlich? Könnte es sein, dass da die Major-Labels ihre Finger im Spiel haben?

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    • „Für mich ist schon klar, dass ein Verantwortlicher des RSD Germany nicht zu kritischen Punkten Stellung nehmen kann/darf.“

      Na ja… Wenn man jemandem gegenübersitzt und ihn mit kritischen Fragen konfrontiert, muss er darauf reagieren. Und wenn er nur ausweicht oder die Antwort verweigert, sind das auch klare Stellungnahmen.

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  4. „Letztlich ist das beste Regularium aber der Markt“ – Bei dieser Aussage haben sich schon ganz andere Leute geirrt.
    Ich bin auch nicht zum RSD gegangen. Die Releases waren nicht so interessant und die Preise teilweise abstrus. Besitz um des Besitzen Willens ist doch irgendwie Geldverschwendung.
    Ein paar mehr kritischere Fragen hätten dem Interview sicherlich nicht geschadet, aber wenigstens wird das Thema mal diskutiert. Gut so! Würde mal gerne wissen, was so altgediente Händler zu dem Thema RSD zu sagen haben.

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